
Kupfer ist bereits seit 5000 v. Chr. bei den Ägyptern bekannt; 1928 weisen HART et al. dessen Lebensnotwendigkeit bei Ratten nach. Zink ist in Indien bereits seit 1100 n. Chr. bekannt; 1934 weisen TODD et al. (USA) nach, daß Zink für junge Ratten lebensnotwendig ist.
SYDENHAM (England) setzt 1681 als Erster Eisen in der Medizin ein. Im späten 18. Jahrhundert erfolgt die erste Reindarstellung von Molybdän. 1797 entdeckt VAUQUELIN (Frankreich) das Metall Chrom. 1811 isoliert COURTIS (England) das Element Jod aus Seetang. BERZELIUS (Schweden) entdeckt und benennt 1818 Selen.
GAUTIER und CLAUSMANN untersuchen 1913 als erste das Vorkommen von Fluor im tierischen Organismus. 1931 belegen ORENT und McCOLLUM (USA) die Lebensnotwendigkeit von Mangan.
Spurenelemente sind, da sie im Körper
nicht selbst gebildet werden können, für den Organismus lebensnotwendig
und müssen über die Nahrung zugeführt werden. Spurenelemente liefern dem Körper
keine Energie (= frei von Kalorien).
Zusammen mit den Vitaminen - die ohne
Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente) praktisch "funktionsuntüchtig" wären
- wirken Spurenelemente in den Knochen, im Gewebe, in den
Muskeln, im Blut sowie in den Nervenzellen.
Spurenelemente sind zu weniger als
50 mg pro kg Körpergewicht enthalten (Ausnahme: Eisen ist im Körper zu 50 -
60 mg pro kg Körpergewicht enthalten). Der Bedarf an Spurenelementen liegt im
Bereich von Milli- oder Mikrogramm.
Für alle Spurenelemente gilt, daß
eine Unterversorgung beim Menschen zu Mangelsymptomen führt und eine überhöhte
Aufnahme toxische Erscheinungen bewirken kann.
Die tägliche Zufuhr von
Vollkornprodukten und je 2 Stück Obst und Gemüse, 2 x pro Woche Fleisch, mind. 1
x pro Woche Meeresfisch sowie 2,5 Liter Flüssigkeit täglich (ungesüßte
Kräutertees oder 100 %ige Fruchtsäfte, Mineralwasser) entspricht den
Leitlinien einer ausgewogenen Ernährung mit welcher die ausreichende Zufuhr
an Spurenelementen gesichert ist. Lediglich im Falle einer Unterversorgung
(z. B. bei Kindern, älteren Personen, Schwangeren und Stillenden sowie bei
einseitiger Ernährung oder Unterernährung) ist eine Nahrungsergänzung, welche
Sie vorher mit dem ArztIn oder ApothekerIn besprechen sollten, in Betracht zu
ziehen.
Alkohol, Nikotin und Koffein
können die Aufnahme von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen vermindern
- schränken Sie deshalb nach Möglichkeit den Konsum dieser "Genußmittel" ein.
In den letzten Jahren mehren sich die
Meldungen darüber, dass die Qualität unserer Böden und Lebensmittel nachlasse
und dass uns nur mehr der tägliche Griff zu Nahrungsergänzungen gesund hielte.
Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben zu dem
Resultat geführt, daß die Nährstoffgehalte der Böden und somit der Lebensmittel
unverändert geblieben sind.
Eine schlechte Versorgungslage in der "gesunden" Bevölkerung ist also nicht das
Resultat nährstoffverarmter Böden, sondern Folge der Fehl- und Mangelernährung.
Die hohe Zufuhr eines Spurenelementes
kann einen Mangel an einem anderen auslösen. Die Elemente können sich dabei
gegenseitig in der Aufnahme behindern (z. B. Zink, Kupfer, Eisen, Man-gan und
Cadmium).
Getreide enthält die sogenannte
Phytinsäure, welche mit manchen Spurenelementen eine nicht verdaubare
Verbindung eingeht (z. B. mit Zink, Kupfer, Mangan). Durch eine lange Teiggärung
wie sie z. B. bei Roggenvollkornbrot angewandt wird, kann die Phytinsäure
abgebaut und das Zink verfügbar gemacht werden.
Bestimmte Inhaltsstoffe im Tee oder
Kaffee können die Aufnahme von Eisen und Zink vermindern.
Zubereitungsverluste bei sind bei
Spurenelementen vor allem durch Auslaugung gegeben.
Lesen Sie zu Vitaminen und
Mengenelementen die eigens von uns verfassten Merkblätter.
In diversen Labors können Sie,
auf eigene Rechnung, Ihre momentane Versorgungslage an Spurenelementen
überprüfen lassen. Sollte dadurch ein Mangel an dem einen oder anderen Nährstoff
festgestellt worden sein, so wenden sie sich bezüglich Nahrungsergänzungen an
Ihren ArztIn oder ApothekerIn wenden. In der Apotheke sind zahlreiche, speziell
zusammengesetzte Präparate erhältlich.
Die Funktionen und die empfohlene Zufuhr der wichtigsten Spurenelemente
Zum besseren Verständnis:
Die in den nachfolgenden Tabellen
angeführten Empfehlungen berücksichtigen bereits die Nährstoffverluste
der Zubereitung sowie der Verdauung!
Einheiten: 1 Milligramm (mg) =
0,001 g; 1 Mikrogramm (µg) = 0,001 mg.
Schätzwerte bringen zum Ausdruck,
daß der genaue Bedarf des Menschen experimentell noch nicht genau erfaßt werden
konnte.
Richtwerte dienen als
Orientierungshilfen, die aus ernährungsphysiologischer und
gesundheitspolitischer Sicht geboten erscheinen.
Funktionen: Bedeutsam für den
Sauerstofftransport von der Lunge zu den Geweben (Hämoglobin) und als
Sauerstoffspeicher in der Muskulatur (Myoglobin). Eisen ist weiters an der
Synthese von Gallensäuren und Steroidhormonen (Östrogene, Androgene) beteiligt.
Mangelerscheinungen: Ein
Eisenmangel kann z. B. aus schweren Blutverlusten (z. B. Menstruationsblutung),
einem erhöhten Bedarf (z. B. Schwangerschaft), unausgewogenen Diäten (z. B.
Zitronensaftdiät) oder Magen-Darm-Erkrankungen (verminderte Aufnahme)
resultieren.
Hauptsymptom ist die Blutarmut (= Anämie), welche sich in blasser
Haut und Schleimhaut, Kurzatmigkeit, Konzentrationsschwäche, Schwindel und
Müdigkeit äußert. Häufig kommt es auch zu einer erhöhten Infektanfälligkeit bei
den Betroffenen.
Hinweis: Vitamin C, Zitronensäure, Muskeleiweiß sowie Fruchtzucker
erhöhen die Eisenaufnahme wogegen Phytate (vor allem im Getreide),
Weizenkleie, bestimmte Inhaltsstoffe von schwarzem und grünem Tee, Kaffee, Soja-
und Milcheiweiße, Calcium und Phosphate z. B. die Eisenaufnahme vermindern
oder hemmen.
Überdosierung: Akute
Eisenvergiftungen kommen vor allem bei Kleinkindern nach Unfällen
(Eisentabletten) vor. Eine langfristig hohe Zufuhr von Eisen (10fache
tägliche Empfehlung) kann zu Gewebeschäden (Leberzirrhose, Diabestes
mellitus, Herzinsuffizienz) führen.
Empfohlene Zufuhr:
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Eisen (mg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten2 | |
|
m |
w | ||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
8
|
8 | Lachs 1,0 mg; Hühnerei 2,1 mg; |
| Kinder 7 < 15 Jahre | 10 - 12 | 10 - 15 | Spinat 2,2 mg; Naturreis 2,6 mg; |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) | 12 | 15 | Kalbschnitzel 3,0 mg; Kaninchen 3,5 mg |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre | 10 | 15 - 10 | Stockfisch 4,3 mg; Aprikosen getr. 4,4 mg |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
10
|
10 | Lerberwurst 5,5 mg; Sojabohne 6,6 mg; |
| Schwangere | 30 | Linsen 7,5 mg; Mohn 9,5 mg; | |
| Stillende | 20 | Sesam 10,0 mg; Kakaopulver mager 12 mg | |
Menstruierende Frauen haben einen erhöhten Bedarf
Beachten Sie folgendes: Eisen aus tierischen Lebensmitteln kann der Körper in
höheren Mengen aufnehmen (10 - 25 %) als aus pflanzlichen (3 - 8 %).
Funktionen: Jod ist wichtiger
Bestandteil der Schilddrüsenhormone, welche ihrerseits bedeutsam sind für die
Synthese von Proteinen (Wachstum und Reifung von Gehirn und Knochen) sowie für
die Energieverarbeitung im Körper.
Mangelerscheinungen: Bei einer
Unterversorgung mit Jod kommt es zu einer Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf).
Ein Jodmangel des Föten führt zu Tot- und Fehlgeburten bzw. schweren geistigen
und körperlichen Entwicklungsstörungen (Kretinismus).
Hinweise: Ein hoher Härtegrad und Nitratgehalt des Trinkwassers
vermindern die Jodaufnahme; Glucosinolate ( z. B. in Kohlarten, Raps, Kohlrabi)
setzen die Jodaufnahme der Schilddrüse herab.
Österreichisches Speisesalz ist, zur Vermeidung einer Unterversorgung,
jodiert. Achten Sie bei ausländischem Salz auf den entsprechenden Zusatz.
Überdosierung: kaum möglich
Empfohlene Zufuhr:
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Jod (µg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
100 - 120
|
Hühnerei 10 µg; Erdnuß geröstet 14 µg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
140 - 200
|
Broccoli 15 µg; Meersalz 18 µg; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
200
|
Champignons 18 µg; Thunfisch 50 µg; | |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
200
|
Scholle 52 µg; Garnele 130 µg; | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
180
|
Kabeljau 170 µg; Seelachs 200 µg; | |
| Schwangere |
230
|
jodiertes Speisesalz 1,5 - 2,5 mg | |
| Stillende |
260
|
||
Funktionen: Fluor wird häufig in Zusammenhang mit der Kariesentstehung diskutiert, da es einer-seits den Zahnschmelz härten und andrerseits die Säurebildung am Zahn (durch Hemmung der Mikroorganismen) vermindern kann.
Mangelerscheinungen: Karies ist keine Fluormangelerkrankung sondern
das Resultat schlechter Ernährung bzw. Mundhygiene. Im Tierversuch kam es,
infolge eines Fluormangels, zu Wachstumsverzögerungen und verminderter
Lebenserwartung.
Hinweis: Freies Fluorid, wie es z. B. im Trinkwasser vorkommt, ist besser
verfügbar als Proteingebundenes z. B. in Fischen.
Überdosierung: Der Übergang von der nützlichen (siehe Tabelle) zur schädlichen Dosis (4 - 5 mg/Tag) ist relativ klein. Weiße Flecken am Zahnschmelz (Dentalfuorose) und Erkrankungen des Skeletts sind die Folgen einer langfristigen überhöhten Zufuhr von Fluor.
Empfohlene Zufuhr (Richtwert):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Fluor (mg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
0,7 - 1,1
|
Butter 0,12 mg; Gerste 0,24 mg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
1,1 - 3,2
|
1,1 - 2,9
|
Hering 0,35 mg; Sojabohnen 0,36 mg; |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
3,2
|
2,9
|
Stockfisch 0,50 mg; Ölsardinen 0,53 mg; |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
3,8
|
3,1
|
Walnuß 0,70 mg; Lachs geräuchert 0,80 mg; |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
3,8
|
3,1
|
|
| Schwangere |
3,1
|
||
| Stillende |
3,1
|
||
Funktionen: Kupfer ist sehr eng mit dem Eisenstoffwechsel verbunden (d. h. ohne Kupfer keine Eisenaufnahme); weiters ist Kupfer bedeutsam für die Bildung von Melanin, welches die Pigmentierung von Haut, Augen und Haaren bestimmt; auch für den Aufbau von Bindegeweben (Kollagen und Elastin) und Nervenstrukturen ist Kupfer wichtig.
Mangelerscheinungen: Ein Kupfermangel kommt beim Menschen kaum vor. Mögliche
Symptome wären: Depigmentierung der Haut und Haare, Blutarmut, starker
Gewichtsverlust sowie neurologische bzw. psychische Störungen.
Hinweis: Hohe Dosen an Calcium, Zink, Eisen sowie Cadmium vermindern die
Kupferaufnahme.
Überdosierung: Akute Kupfervergiftung (z. B. nach Konsum von sauren Lebensmitteln/Getränken aus Kupferbehältern bzw. einer übermäßigen Aufnahme von Trinkwasser welches mit kupferhaltigen Pestiziden belastet ist) führt zu Durchfall, Übelkeit und Erbrechen.
Empfohlene Zufuhr (Schätzwerte):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Kupfer (mg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
0,5 - 1,0
|
Scholle 0,35 mg; Vollmilch 0,36 mg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
1,0 - 1,5
|
Topfen mager 0,57 mg; Bohnen weiß 0,63 mg; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
1,0 - 1,5
|
Thunfisch 0,75 mg; Edamer (30 %) 0,78 mg; | |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
1,0 - 1,5
|
Aprikose getr. 0,80 mg; Weizenkeime 0,95 mg; | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
1,0 - 1,5
|
Sojabohne 1,2 mg; Haselnuß 1,3 mg; | |
| Schwangere |
k.E.
|
Kaffee geröstet 1,7 mg; Hagebutte 1,8 mg; | |
| Stillende |
k.E.
|
Cashew-Kerne 3,7 mg; Kakaopulver 3,8 mg; | |
Legende: k. E. = keine Empfehlung
Funktionen: Bedeutsam für den Harnstoff- und Knochenstoffwechsel, den Aufbau von Bindegewebe, die Vernichtung sogenannter freier Radikale (sehr aggressive Teilchen, welche u. a. die Zellen schädigen können) sowie die verbesserte Insulinwirkung.
Mangelerscheinungen: Sind beim Menschen nur sehr selten (mögliche
Symptome: Gewichtsverlust, Haut-, Haar- und Nagelveränderungen sowie niedrige
Cholesterin- und Triglyceridspiegel).
Überdosierung: Bisher sind kaum negative Wirkungen aufgrund überhöhter Manganzufuhr mit der Nahrung bekannt. Symptome einer Manganvergiftung (z. B. Schädigung des Zentralnervensystems) wurden jedoch bei Personen festgestellt, die langjährig Mangansupplemente verzehrten.
Empfohlene Zufuhr (Schätzwert):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Mangan (mg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
1,0 - 2,0
|
Edamer 0,12 mg; Ananas 0,32 mg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
2,0 - 5,0
|
Artischocke 0,38 mg Grünkohl 0,55 mg; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
2,0 - 5,0
|
Paranuß 0,6 mg; Eierteigwaren 0,7 mg | |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
2,0 - 5,0
|
Heidelbeeren 0,84 mg; Brombeere 0,9 mg; | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
2,0 - 5,0
|
Reis natur 1,1 mg; Marone 1,6 mg; | |
| Schwangere |
k.E.
|
Hirse 1,9 mg; Weizenkleie 3,7 mg; | |
| Stillende |
k.E.
|
Haferflocken 4,5 mg: | |
Legende: k. E. = keine Empfehlung
Funktionen: Selen ist vor allem als Radikalfänger (siehe Mangan) im
Organismus tätig und schützt als solcher die Zellen vor Schädigung (aufgrund
dieser Tatsache wird diskutiert, ob Selen die Krebsentstehung hemmen kann);
weiters wirkt Selen Vergiftungen von Quecksilber, Cadmium, Thallium und Silber
entgegen und ist für das Immunsystem von Bedeutung.
Mangelerscheinungen: Ernährungsbedingter Selenmangel kann bei
eiweißarmer Kost (siehe nachfolgende Tabelle) oder durch geringe Gehalte in
bestimmten Lebensmitteln (z. B. aufgrund selenarmer Böden) verursacht sein. Zu
den ersten Symptomen zählen Muskelerkrankungen, Nagelveränderungen (weiße
Flecken) sowie dünne blasse Haut.
Hinweis: Mit zunehmendem Ausmahlungsgrad erhöht sich der Selengehalt der
Mehle.
Überdosierung: Eine zu hohe Zufuhr sollte vermieden werden (> 50fache Tagesmenge), da Selen in diesen Dosen toxisch wirkt. Anzeichen einer Vergiftung sind u. a. Leberzirrhose, Haarausfall, Herzmuskelschwäche, Übelkeit oder Durchfall.
Empfohlene Zufuhr (Schätzwerte):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Eisen (µg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
10 - 45
|
Emmentaler 11 µg; Hünherei 20 µg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
20 - 60
|
Eierteigwaren 20 µg; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
30 - 70
|
Forelle 25 µg; Hering 55 µg; |
|
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
30 - 70
|
Sardine 60 µg; Thunfisch 82 µg; | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
30 - 70
|
Weizenkleie 60 - 130 µg; Hummer 130 µg; | |
| Schwangere |
30 - 70
|
Bückling 140 µg; Steinpilz 184 µg; | |
| Stillende |
30 - 70
|
||
Funktionen: Chrom spielt eine wichtige Rolle im Energiestoffwechsel, da es die Aufnahme von Glucose in die Zelle fördert (diskutiert wird in diesem Zusammenhang eine höhere Zufuhr bei Diabetikern). Weiters ist Chrom bei der Regulation des Serum-Cholesterinspiegels von Bedeutung: in Versuchen wurde beobachtet, dass mittels Chromgaben HDL (sogenanntes "gutes" Cholesterin) erhöht und LDL (sogenanntes "böses" Cholesterin) gesenkt wurde.
Mangelerscheinungen: Chrom gehört zu jenen Spurenelementen, bei denen
es leicht zu einer Unterversorgung kommen kann. Wichtige Symptome sind z. B. ein
erhöhter Glusosespiegel, Glucose im Urin, Gewichtsverlust, häufiges Durstgefühl.
Hinweis: Durch bestimmte Verarbeitungsprozesse von Lebensmitteln
(Getreideausmahlung, Zuckerraffination) wird deren Chromgehalt stark verringert.
Überdosierung: Für den Menschen liegen keine Angaben über Vergiftungen durch überhöhte Chromzufuhr vor.
Empfohlene Zufuhr (Schätzwert):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Chrom (µg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
20 - 80
|
Spinat 9 µg; Heidelbeeren 10 µg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
20 - 100
|
Champignons 10 µg; Haselnuß 14 µg; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
20 - 100
|
Zwiebel 16 µg; Dattel getrocknet 29 µg; | |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
30 - 100
|
Maiskorn 32 µg; Weizenvollkornbrot 49 µg; | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
30 - 100
|
Kakaopulver 60 µg; Edamer 95 µg; | |
| Schwangere |
k.E.
|
Gouda 95 µg; Paranuß 100 µg; | |
| Stillende |
k.E.
|
Schwarzer Tee 110 µg; | |
Legende: k. E. = keine Empfehlung
Funktionen: Derzeit sind ca. 300 Enzyme bekannt, deren Aktivität durch Zink beeinflußt wird (z. B. Alkoholabbau, Energiestoffwechsel, Eiweißverdauung). Eine bedeutsame Rolle spielt Zink u. a. in der Bildung der Erbsubstanz, im Hormonstoffwechsel (Wachstumshormon, Sexualhormone und Insulin), in der körperlichen Abwehr (Immunsystem) und im Radikalstoffwechsel (siehe Mangan, Selen).
Mangelerscheinungen: In erster Linie äußert sich ein Mangel in
Wachstumsstörungen, verminderter Wundheilung, Appetitverlust bzw. Einschränkung
des Geruchs- und Geschmacksempfindens, in Haut- und Hornhautveränderungen sowie
Schwangerschaftskomplikationen.
Hinweis: Zink ist aus tierischen Lebensmitteln besser verfügbar als aus
pflanzlichen (siehe Tipps). Eine hohe Eisenaufnahme senken die Aufnahme von
Zink; bei Alkoholabhängigen wird häufig ein Zinkmangel festgestellt.
Überdosierung: Der Bereich toxischer Mengen liegt bei dem 100fachen der täglichen Zufuhrmenge. Zink ist deshalb als relativ untoxisch einzustufen.
Empfohlene Zufuhr:
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Zink (mg) | In 100 g ... sind z. B. enthalten | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
3,0 - 5,0
|
Erdbeere 0,3 mg; Joghurt (1,5%) 0,36 mg; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
7,0 - 9,5
|
7,0
|
Vollmilch 0,38 mg; Avocado 0,4 mg; |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
10,0
|
7,0
|
Erdnuß geröstet 0,55 mg; Broccoli 0,6 mg; |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
10,0
|
7,0
|
Steinpilz 0,7 mg; Pastinake 0,85 mg; |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
10,0
|
7,0
|
Huhn 1,0 mg; Hühnerei 1,35 mg; |
| Schwangere |
10,0
|
Kalbfleisch 3,0 mg; Rindfleisch 4,2 mg; | |
| Stillende |
11,0
|
Paranuß 4,0 mg; Emmentaler 4,6 mg; | |
Funktionen: Molybdän ist notwendig für die Freisetzung von Eisen aus seinen Speichern sowie die Umwandlung vom sehr reaktiven Sulfit in das ungefährliche Sulfat (Ausscheidung über die Niere). Weiters ist Molybdän für die Produktion von Harnsäure bedeutsam. Auch im Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel spielt Molybdän eine Rolle.
Mangelerscheinungen: Außer bei totaler künstlicher Ernährung wurden beim Menschen bisher keine klinischen Folgen des Molydänmangels nachgewiesen.
Überdosierung: Molybdänvergiftungen sind beim Menschen nicht bekannt.
Empfohlene Zufuhr (Schätzwert):
| Bevölkerungsgruppe | Spurenelement Chrom (µg) | 100 µg Mo sond z.B. enthalten in | |
| m |
w
|
||
| Kinder 1 < 7 Jahre |
25 - 75
|
130 g Innereien; 300 g Fleisch; | |
| Kinder 7 < 15 Jahre |
40 - 100
|
2 Hühnereiern; 30 g Weizenkeime; | |
| Jugendliche (15 > 19 Jahre) |
50 - 100
|
230 g Reis, Nudeln oder Kartoffeln; | |
| Erwachsene 19 < 65 Jahre |
50 - 100
|
170 g Gemüse; 50 g Hülsenfrüchte (Bohnen, | |
| Ältere Menschen ab 65 Jahre |
50 - 100
|
Hirse, Kichererbsen, Linsen); | |
| Schwangere |
k.E.
|
||
| Stillende |
k.E.
|
||
Legende: k. E. = keine Empfehlung
Nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand sind auch die Spurenelemente Cobalt (Co) und Nickel (Ni) Bestandteile oder Aktivatoren lebensnotwendiger Verbindungen (z. B. Eiweiß, Hormone, Enzyme).
Ultraspurenelemente (z. B. Aluminium (Al); Bor (B); Lithium (Li); Silizium (Si); Strontium (Sr) werden vom Organismus nur in äußerst geringen Mengen benötigt und deren ausreichende Aufnahme ist durch eine ausgewogene Ernährung gesichert. Die genauen Funktionen vieler Ultraspurenelemente sind noch nicht hinreichend geklärt. Mangelzustände wurden nur unter extremen Versuchsbedingungen nachgewiesen.
Toxische Spurenelemente üben im Körper keine spezifische Funktion aus und können bereits bei geringer Dosierung schwerwiegende Auswirkungen haben, so führt eine erhöhte Zufuhr von
| Blei z. B. zu Blutarmut, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, | |
| Cadmium beispielsweise zu erhöhtem Knochenabbau oder erhöhter Infektanfälligkeit, | |
| Quecksilber z. B. zum Kribbeln der Haut, Störungen der Bewegungskoordiantion oder Einengung des Gesichtsfeldes. |
Sämtliche Spurenelemente liefern:
"Belegte Brote einmal anders"
| Brote: | Roggenvollkornbrot, div. Weckerl, Finnen Snack, Wasa Mehrkorn | |
| Beläge: | Cottage Cheese (10 % F. i. T.), Scheiblettenkäse (20 % F. i. T.), Gervais (fettreduziert z. B. Philadelphia Fitness), Geflügelwurst mager, Estragonsenf, Tomatenmark, | |
| Garnitur: | Hartgekochtes Ei, Gurke, Cocktailtomaten, Paprika, Kresse sowie Schnittlauch, Sonnenblumenkerne, gehackte Nüsse |
Variante 1: Weckerl oder Roggenvollkornbrot mit Senf bestreichen,
darauf Cottage Cheese.
Garnitur: Kresse/Schnittlauch, Gurkenscheiben, Paprikastreifen oder halbierte
Cocktailtomaten, Son-nenblumenkerne, diverse kleingehackte Nüsse
Pro Brot ca.: 143 kcal; 7,8 g Eiweiß; 1,8 g Fett; 23,75 g Kohlenhydrate
Variante 2: Wasa Mehrkorn mit Senf bestreichen, Philadelphia Fitness
und ein Blatt Putenschinken darauf geben.
Garnierung: z. B. eine Scheibe hartgekochtes Ei, Kresse, Gemüse nach Wahl.
Pro Brot ca.: 96,6 kcal; 6,8 g Eiweiß; 3,5 g Fett; 9,2 g Kohlenhydrate
Variante 3: Finnen Snack dünn mit Tomatenmark bestreichen - eine
Scheibe Scheiblettenkäse darauf legen.
Garnitur: Gurkenscheiben
Pro Brot ca.: 58 kcal; 5 g Eiweiß; 2,3 g Fett; 4,3 g Kohlenhydrate
Bitte ernähren Sie sich gesund !!!!!!!!!!!!