
Der Fetus isst, trinkt und raucht mit Ihnen. Ihr Kind ist während der Schwangerschaft vollständig von Ihnen abhängig. Sie versorgen es mit den notwendigen Nährstoffen und dem Sauerstoff. Es spürt Ihre Freuden aber auch Ihre Ängste und Sorgen. Es geht mit Ihnen auf Reisen, in Ihre Arbeit und macht mit Ihnen Sport. Natürlich leidet es auch mit, wenn Ihnen körperliche Probleme zu schaffen machen.
Die Eierstöcke, beiderseits der
Gebärmutter etwas oberhalb der Leistengegend gelegen, produzieren aus
Cholesterin drei Gruppen von Hormonen, die ständig im Körper zirkulieren:
| die Östrogene | |
| das Gelbkörperhormon (Gestagen) | |
| und in geringen Mengen männliche Hormone (z. B. Testosteron). |
Bei einer geschlechtsreifen Frau
kommt es abwechselnd in einem der beiden Eierstöcke unter dem Einfluss von
Hormonen der Hirnanhangsdrüse [FSH (Follikelstimulierendes Hormon), LH (Luteinisierendes
Hormon)] zum Heranreifen einer weiblichen Eizelle und in der Gebärmutter zu
einem Schleimhautaufbau, der grundsätzlich als Vorbereitung zur Einnistung einer
befruchteten Eizelle dient. Wenn keine Befruchtung stattfindet sinkt der
Hormonspiegel wieder ab und es kommt zur Monatsblutung.
Bei einer Befruchtung
verschmelzen Ei und Samenzelle miteinander. Aus dem verschiedenen Erbgut der
Eltern wird ein neuer, einzigartiger Code zusammengestellt. Das
Geschlecht wird durch die Chromosomen (X,Y) bestimmt: Die Eizelle enthält
immer ein X-Chromosom. In der Verbindung mit einer Samenzelle, die ebenfalls ein
X-Chromosom enthält, entsteht ein Mädchen. Treffen ein X- und ein Y-Chromosom
aufeinander entsteht ein Knabe.
Das Ausbleiben der Menstruation gilt als erstes Anzeichen für eine Schwangerschaft, wenn zugleich Brustspannungen und morgendliche Übelkeit hinzukommen ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich. Ein Schwangerschaftstest (Apotheke oder Gynäkologe) verschafft letztendlich Klarheit.
Eine Schwangerschaft dauert insgesamt 40 Wochen. Die Dauer der Schwangerschaft wird vom ersten Tag der letzten Menstruation berechnet. Sollte dies beispielsweise der 1. Mai sein, zählen Sie eine Woche hinzu - ergibt 8. Mai. Jetzt ziehen Sie 3 Monate ab und bekommen das Datum der Geburt, in diesem Fall der 8. Februar. Je regelmäßiger Ihre Blutungen stattfinden, desto genauer ist der Geburtstermin zu bestimmen.
Die regelmäßige Untersuchung der Schwangeren und des Kindes zu den im
Mutter-Kind-Pass vorgesehenen Zeiten gewährleistet die bestmögliche Vorsorge für
Mutter und Kind. Dadurch können Erkrankungen und Entwicklungsstörungen
rechtzeitig erkannt und behandelt werden.
Ziel ist es, schon während der Schwangerschaft frühzeitig Probleme wie
Infektionen, Blutgruppenunverträglichkeit, Bluthochdruck oder Zuckerkrankheit
der Mutter aufzudecken und zu behandeln.
Die Untersuchungen sind kostenlos und werden bei niedergelassenen praktischen
Ärzten, Fachärzten und Elternberatungsstellen durchgeführt.
Die umfassende Mutter-Kind-Vorsorge sollte, im Hinblick auf die Gesundheit
der Kinder, von allen Eltern in Anspruch genommen werden.
Ausgewählte natürliche Hausmittel gegen Beschwerden in der Schwangerschaft
Vorbeugung gegen Schwangerschaftsstreifen
|
Brustpflege
| |||||||||||
Übelkeit und Erbrechen sind die häufigsten Beschwerden in den
ersten Monaten der Schwangerschaft:
| |||||||||||
Sodbrennen entsteht durch Druck der wachsenden Gebärmutter auf den
Magen:
| |||||||||||
Wassereinlagerungen - besonders an den Händen und Füßen, in der
Spätschwangerschaft und vor allem bei warmen Wetter:
| |||||||||||
Eisenmangel kann durch die vermehrte körperliche Belastung sowie
Umbauvorgänge in der Schwangerschaft entstehen. Eisen ist Bestandteil der
roten Blutkörperchen und verantwortlich für die Sauerstoffversorgung.
| |||||||||||
Verstopfung (Obstipation):
|
Medikamente und auch pflanzliche Präparate sollten in der Schwangerschaft
nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker eingenommen
werden, denn durch die Verknüpfung des mütterlichen mit dem kindlichen Kreislauf
wird fast immer das Ungeborene "mitbehandelt".
Das Ausmaß einer möglichen Schädigung ist zum größten Teil durch das
Alter des Embryos sowie die Dosierung des Medikaments bestimmt:
| Medikamente, die bis zum 20. Tag nach der Empfängnis eingenommen werden, wirken nach einem Alles-oder-Nichts-Prinzip, d.h. es kommt entweder zu einer Fehlgeburt oder zu gar keiner Schädigung. | |
| In der 3. - 8. Woche werden die Organe des Kindes gebildet. In dieser Zeit ist das Kind am stärksten gefährdet. | |
| Medikamente, die im 2. oder 3. Schwangerschaftsdrittel gegeben werden, wirken kaum mehr schädigend, können aber das Wachstum und bereits bestehende Funktionen des Kindes negativ beeinträchtigen. |
Behandlungsmöglichkeiten für Schwangere - nach Rücksprache mit Ihrem
Arzt/In - bei:
| Fieber und Schmerzen: Nehmen Sie Medikamente mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS z. B. in Aspirin enthalten) nur nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. | |
| Verstopfte Nase: Mittel der Wahl ist hier eine Inhalation mit physiologischer Kochsalzlösung (in der Apotheke anfertigen lassen). | |
| Husten: Präparate auf Thymian- oder Efeubasis (schleimlösend). Dazu sollten Sie den ganzen Tag über ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. | |
| Bakterielle Entzündungen im Atemwegstrakt: In der Schwangerschaft haben sich Penicilline gut bewährt. Wenn diese für die Therapie ungeeignet sind, folgen so genannte Cephalosporine und Makrolide. Tetracykline und Chinolone sind in der Schwangerschaft verboten! Teilen Sie unbedingt Ihrem) Arzt eine bestehende Schwangerschaft mit. |
Der Anstieg des Körpergewichtes unterliegt großen individuellen Schwankungen.
Als normal wird eine Gewichtszunahme zwischen 9 und 18 kg angesehen.
Ab der ca. 10. Schwangerschaftswoche setzt eine deutliche Gewichtszunahme ein.
Das am Ende resultierende Gewicht setzt sich aus Fötus, Fruchtwasser, Plazenta,
mütterlichem Fettdepot, erhöhtem Körperwasser (Blut, Gewebeflüssigkeit) und der
Zunahme von Gebärmutter und Brustgewebe zusammen:
| 10. Woche | 20. Woche | 30. Woche | 40. Woche | |
| Körpergewicht | 650 g | 4.000 g | 8.500 g | 12.500 g |
| Fötus | 5 g | 300 g | 1.500 g | 3.300 g |
| Plazenta | 20 g | 170 g | 430 g | 650 g |
| Fruchtwasser | 30 g | 250 g | 600 g | 800 g |
| Gebärmutter | 135 g | 585 g | 810 g | 900 g |
| Brustgewebe | 34 g | 180 g | 360 g | 405 g |
| Blutvolumen | 100 g | 600 g | 1.300 g | 1.200 g |
Das Wichtigste vorweg: Sie sollen nicht für 2 essen! In der Schwangerschaft wächst der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen im Verhältnis zum Energiebedarf überdurchschnittlich an. Das heißt, dass pro Kalorie mehr von diesen "Wirkstoffen" aufgenommen werden muss. Diesem Anspruch können Sie durch eine ausgewogene, vor allem pflanzenbetonte und möglichst naturbelassene Ernährung gerecht werden.
Vom zweiten Schwangerschaftsdrittel an
ist der Energiebedarf der Schwangeren, aufgrund erhöhter physiologischer
Leistungen des Körpers, des Wachstums des Kindes etc., um ca. 300 kcal pro
Tag erhöht.
Ab dem 4. Monat sollten Schwangere
10 g Eiweiß/Tag mehr aufnehmen (normal: 0,8g/kg Körpergewicht). Der Körper
benötigt Eiweiß für die erhöhte Blutbildung sowie den Aufbau von Plazentagewebe.
Tierisches Eiweiß ist reichlich enthalten in Ei, Milch- und Milchprodukten,
Fleisch sowie Fisch (achten Sie bitte auf den Fettgehalt) und pflanzliches
Eiweiß in Sojabohnen, Kartoffeln, Hülsenfrüchten. Wenn Sie beispielsweise
Getreide mit Milch (diverse Breie), Kartoffel mit Milch (Püree) oder Ei mit
Kartoffel kombinieren, können Sie mehr Eiweiß aufbauen (= Ergänzungseffekt).
Die Fettzufuhr sollte während der
Schwangerschaft 35 % nicht übersteigen, das entspricht ca. 90 - 100 g (sonst
30 % = ca. 70 g). Es sollten zu 2/3 pflanzliche Fette (z. B. kaltgepreßtes
Olivenöl, Distelöl, Rapsöl) und nur zu gut 1/3 tierische Fette (aus Fleisch,
Wurstwaren, Käse) aufgenommen werden.
Da es in der Schwangerschaft häufig zu
Obstipation (Verstopfung) kommen kann, ist auf eine ausreichende Zufuhr von
Ballaststoffen (in Obst, Gemüse, Vollkornprodukten) in Kombination mit
ausreichender Flüssigkeitsaufnahme (mind. 2 Liter) zu achten.
Aufgrund der zahlreichen Auf- und
Umbauprozesse im kindlichen und mütterlichen Organismus besteht ein deutlicher
Mehrbedarf an Vitaminen (vor allem die wasserlöslichen Vitamine B1, B2,
Niacin, B6, Folsäure, B12 und C sowie die fettlöslichen Vitamine A, D und E) und
Mineralstoffen (Phosphor, Magnesium, Kalzium, Eisen, Jod, Zink).
Durch die tägliche Zufuhr von Obst, Gemüse, Milch und Milchprodukten
(fettarm), Vollkorn sowie Hochseefischen können Sie die oben
genannten Wirkstoffe dem Körper zuführen. Verzehren Sie die Lebensmittel
möglichst frisch, denn durch diverse Zubereitungsarten (z. B. erhitzen)
und Umwelteinflüsse (z. B. Sonnenlicht, Sauerstoff) können viele wertvolle
Inhaltsstoffe verloren gehen und roh (Folgende Lebensmittel sollten Sie
besser nicht roh konsumieren: Fisch, Fleisch, Eiern sowie unbehandelten
Milch und Milchprodukten!).
Nährstoffergänzungen sollten nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker eingenommen werden, denn ein Zuviel kann auch schädlich sein!
Die tägliche Kochsalzzufuhr (am
besten jodiert) in der Schwangerschaft sollte nicht mehr als 5 g
betragen. Vor allem bei Wasseransammlungen in den Beinen oder Füßen bzw. bei
Bluthochdruck, sollten Sie statt Salz besser Kräuter zum Würzen verwenden.
Meiden Sie
| Lebensmittel, die einen höheren Gehalt an "Giftstoffen" aufweisen können z. B. Gegrilltes, Geräuchertes, Innereien (v.a. Leber). | |
| Nahrungsmittel mit einem hohen Anteil an Farb- und Konservierungsstoffen (v. a. Konserven, Fertigprodukte). | |
| Rohes Fleisch/Fisch, rohe Milch und rohe Eier. Hierin können verschiedene Krankheitserreger wie z. B. Toxoplasmen, Listerien enthalten sein, welche beim Kind zu schweren Schädigungen bis hin zur Fehlgeburt führen können. | |
| Alkohol und Nikotin, denn sie erhöhen das Risiko für Fehl- sowie
Frühgeburten und können zu kindlichen Missbildungen, geringerem Geburtsgewicht,
erhöhter Infektanfälligkeit sowie Intelligenzminderung führen. | |
| Lebensmittel, die bei Ihnen eine Allergie auslösen können, denn dadurch kann es bereits im Mutterleib zu einer Sensibilisierung des Fötus kommen. |
Trinken Sie nicht mehr als 1-2 Tassen
Kaffee oder schwarzen Tee pro Tag.
Lassen Sie von Ihrem Arzt auch den
Blutzuckerspiegel messen. In 5 % der Fälle entwickelt die werdende Mutter einen
so genannten "Schwangerschaftsdiabetes". Dieser stellt für die Mutter
zumeist keine Gefahr dar und er verschwindet in den meisten Fällen nach der
Geburt wieder. Durch Diabetes kann es allerdings beim Fötus zu Schädigungen
kommen.
Eine sportliche Betätigung mit
gleichmäßiger, geringer Belastung z. B. Schwimmen, Wandern, Radfahren,
Skilanglauf oder Walking kann bei einem ungestörten Schwangerschaftsverlauf
ausgeübt werden und ist sogar erwünscht. Leistungssport und Sportarten mit hoher
Sturzgefahr (z. B. Tennis, Eislaufen, Schifahren, Reiten) sollten vermieden
werden.
Weiterführende Gesundheitsinfos:
Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine
Zutaten für ca. 2 Portionen:
| 1 Strudelteigblatt | |
| 1 Pkg. Röstgemüse, ergänzt durch TK-Gemüse wie Erbsen/ Mais oder frisches
Gemüse, welches Sie kurz anrösten (z. B. Zucchini, Lauch) | |
| 1 Ei | |
| 1 EL Sauerrahm | |
| nach Belieben 1 EL Olivenöl oder Creme Fraiche | |
| 1 EL Semmelbrösel | |
| 10 g Butter oder Rama zum Bestreichen |
Beilage: 125 ml Joghurt natur (1 %), TK bzw. frische Kräuter,
Knoblauch nach Belieben
Blattsalat, 4 EL Zitronensaft, 1 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, Süßstoff
Zubereitung:
| Pfanne heiß werden lassen und das Gemüse darin anrösten. | |
| Nach ca. 10 - 15 Minuten nehmen Sie die Pfanne von der Herdplatte und mengen das Ei (eventuell vorher verquirlen), wenn gewünscht das Olivenöl, Creme Fraiche oder den Sauerrahm sowie die Semmelbrösel unter. | |
| Das Strudelteigblatt auf ein sauberes Geschirrtuch legen - die Gemüsemasse entweder in der Mitte oder im ersten Drittel verteilen (vom Rand sollten ca. 4 cm Abstand sein). Den Strudel einrollen, die Ränder einschlagen. | |
| Den Strudel vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech heben und
mit etwas zerlassener Butter oder Rama bestreichen. Bei 175°C mit Ober- und Unterhitze ca. 40 Minuten backen (die letzten 15 Minuten mit Backpapier abdecken, damit der Strudel nicht zu braun wird). | |
| Das Joghurt in einer kleinen Schüssel mit Kräutern oder Knoblauch versprudeln oder genießen Sie es pur. | |
| Den Salat putzen, waschen und zerkleinern (besser reißen als schneiden!). Zitronensaft und Öl vermengen, mit Salz, Pfeffer, Kräutern und Süßstoff abschmecken. |
TIPPS: Sie sparen Fett, wenn Sie die in der Packung des Röstgemüses
enthaltene Butter halbieren - dafür müssen Sie aber mit Salz und Pfeffer
nachwürzen.
Messen Sie Öle immer mit einem Löffel ab - 1 EL entspricht ca. 10 g Fett.
Durch die Verwendung unterschiedlicher Gemüsesorten können Sie immer wieder
einen neuen Strudel zaubern.
Wenn Sie die doppelte Menge zubereiten, können Sie den Strudel z. B. abends kalt
genießen.
Pro Portion (etwa ein halber Strudel) ca.: 352,8 kcal; 11,8 g Eiweiß;
24,2 g Fett; 19,3 g Kohlenhydrate