Schönheit

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Den meisten Menschen gemein ist der Wunsch bzw. das Streben nach Schönheit. Warum dies so ist und welche Kriterien ausschlaggebend sind, wann jemand oder etwas als "schön" empfunden wird, ist Gegenstand von philosophischen, psychologischen, soziologischen, medizinischen und messtechnischen Untersuchungen.

Fest steht, dass ein Gutteil des Empfindens evolutionär bedingt ist und aus einem Bereich stammt, der mit "Federkleid", Brunftverhalten und Imponiergehabe zusammenhängt.

Der zweite Bereich - prägend für Schönheitsempfinden und maßgebend dafür, wen oder was wir als (sexuell) attraktiv empfinden - ist der Bereich der Medien. Film, Fernsehen, Zeitschriften und Bücher geben reaktiv oder als Trendsetter Bilder und Modelle vor, die für einen breiten Teil der Öffentlichkeit zum Maßstab werden. Die Gewinne der Mode- und Kosmetikbranche gründen sich mittlerweile auf bis ins Detail ausgeklügelte Systeme, die von der Bedarfsweckung über die Vorankündigung zum Angebot reichen und in festgelegten Intervallen immer wieder neu festgelegt werden. Kaum jemand kann sich dem Trend entziehen. Wer dies dennoch "wagt", besticht entweder durch eine starke Persönlichkeit oder stellt sich bewusst, unbewusst, krankheitsbedingt oder aus einer gewissen Unzufrieden über das eigene Lebensschicksal in einen unbeachteten Winkel der Gesellschaft.

Zufriedenheit mit dem eigenen Aussehen und ein gutes Körperbewusstsein wirken sich positiv auf Psyche und physische Gesundheit aus. Andererseits können diesbezügliche negative Empfindungen fatal wirken, da mit ihnen meistens starke Rückkopplungs- und/oder Verstärkermechanismen verbunden sind (psychosomatische Beschwerden, Libidoverlust, Störung des hormonellen Gleichgewichts, Passivität, Depressionen, Gereiztheit, gestörter Schlaf, Medikamentenmissbrauch usw.).

Vor allem alternde Frauen leiden sehr stark am Verlust dessen, was die Gesellschaft mit ihren Bildern zum Kult hochstilisiert haben. Der Druck von außen ist enorm groß und verlangt viel an zeitlichem und finanziellem Aufwand (Pflege, Styling und Schmuck von Haut und Haar, modische Kleidung, Duftstoffe, Idealgewicht usw.). Besonders wenn die Kinder das Haus verlassen und im Fall einer Trennung vom Partner drängt sich dieser Problemkreis stark in den Vordergrund und nagt ganz vehement am eigenen Selbstbewusstsein. Nicht selten führt dies in den Jahren zwischen 40 und 60 zu psychischen Zusammenbrüchen, die nur langsam und unter fachlicher Betreuung überwunden werden können.

Deshalb ist es nicht unbedeutend, sich ganz bewusst eine Strategie zu überlegen, die es einem ermöglicht, unbeschadet den Spießrutenlauf durch Spaliere der gesellschaftlichen Vorgaben und Zwänge zu bestehen. Ein gesundes Mittelmass mag auch in diesem Bereich am glücklichsten machen.

Schönheitspflege bedeutet aber auch zunehmend Gesundheitsvorsorge. Die Wissenschaft findet immer mehr Möglichkeiten, das Zweckmäßige mit dem Nützlichen bzw. Gesunden zu verbinden. Besonders Haut- und Haarpflegemittel enthalten Nähr- und Pflegesubstanzen, die diesen Kriterien entsprechen. Ziel ist, dass Haut und Haare nicht nur gut aussehen, sondern gesund erhalten werden.