Schlafstörungen

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Schlaflänge und Schlafqualität nehmen im Alter ab. Vor allem ältere Männer leiden unter schlechter Schlafqualität. Mögliche Auswirkungen von schlechtem Schlaf:  Einschränkungen der Gedächtnisfähigkeit, Veränderungen in der Insulinproduktion  verminderter Fettabbau  durch geringe Ausschüttung von Wachstumshormonen. Schlafhygiene in jungen Jahren wirkt sich positiv auf die Schlafqualität im Alter aus.

Bezüglich der Ursachen fiel in jüngster Zeit der Verdacht auf das Hormon Melatonin, dessen Serumkonzentrationen mit den Lebensjahren rückläufig sind. Therapien mit Melatoninsubstitution haben ermutigende Ergebnisse gebracht; Langzeituntersuchungen und abschließende Auswertungen bezüglich etwaiger unerwünschter Nebenwirkungen stehen jedoch noch aus.

Auch Wetterumschwünge bzw. gewisse Wetterlagen können die Schlafdauer bzw. Schlafqualität beeinflussen 

Bevor man zu synthetischen Schlafmitteln (Hypnotika) greift, sollte man vorerst folgendes versuchen:

bulletTagsüber immer wieder Pausen für das Gemüt und die Seele einlegen (sich mit einem Hobby beschäftigen, Spaziergänge unternehmen, Lesen, Musik hören).
bulletAls Abendessen nur leichte Kost: fettarm, nicht scharf. Obst nur in kleinen Mengen.
bulletKeine aufputschenden Getränke trinken: kein Cola, keinen Kaffee, keinen schwarzen Tee usw.
bulletKeine "aufregenden" Telefongespräche führen (auch wenn der Freizeit-Tarif lockt). Besonders Familienangelegenheiten können einen psychisch stark aufwühlen.
bulletEinen täglichen Schlafengeh-Ritus entwickeln: einen beruhigenden Tee trinken, ein Kräuterbad nehmen  und im Bett ein nettes Buch lesen. Auch Gebete wirken positiv: Legen Sie die Sorgen um Vergangenheit und Zukunft in Gottes Hände. Danken sie für die schönen Dinge des vergangenen Tages.
bulletAbendliche sexuelle Aktivität wirken entspannend, und damit schlaffördernd.
bulletNicht auf einer bestimmten Schlaflänge "beharren". So mancher Patient mit vermeintlichen Schlafstörungen geht zu früh zu Bett bzw. denkt, mindestens 8 Stunden Schlaf sind "normal". Viele Menschen kommen auch mit 6 Stunden Schlaf bestens durchs Leben. Eventuell die Nachtschlaflänge reduzieren, dafür aber einen kurzen Nachmittagsschlaf halten. Wenn partout kein Einschlafen möglich ist, nehmen Sie es gelassen hin und entspannen Sie sich bei Musik, Lektüre oder Fernsehen.

Rotwein am Abend (etwa ein Vierterl ) senkt zwar die Blutfettwerte  und fördert die Einschlafmüdigkeit; Tiefschlaf und Traumschlaf (REM-Phase) werden aber beeinträchtigt.

Anstrengende Tätigkeiten und/oder Sport sollten 4 bis 6 Stunden vor dem Zubettgehen geendet haben.

Zum Thema Schlafmittel: Haben durchaus ihr Gutes, sollten jedoch nicht zur Gewohnheit werden. Ein Absetzen kann auf die Folgenacht negative Auswirkungen haben, so dass man schnell meint, ohne Schlafmittel nicht mehr auskommen zu können. Ein ausschleichendes Absetzen (von Abend zu Abend eine geringere Dosis) ist daher empfehlenswert.