
Ein historischer Rückblick - nicht zur Nachahmung empfohlen: Im 17.
Jahrhundert wurde angeraten, statt Fleischbrühe oder Milch, Wasser zur
Breibereitung zu verwenden, was bei den Kindern u. a. zu verstärktem Auftreten
von Knochendeformierungen (Rachitis) führte.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden die Säuglinge häufig nach "bäuerlicher
Tradition" aufgezogen. Ab dem 3. oder 4. Monat fütterte man sie mit Speck- oder
Kohlbrei, dem Wein oder manchmal auch andere stärkere Alkoholika (beruhigende
Wirkung) beigefügt wurden. Um die Kinder vor bestimmten Krankheiten zu schützen
wurden kleingemahlene Bilder von Schutzheiligen unter den Brei gemischt.
Ende des 19. Jahrhunderts rieten Ärzte ab dem 5. Monat zu einem Brei aus
Weizenmehl bzw. getrocknetem oder gemahlenem Brot, aber auch zu Kartoffelmehl,
Gerste, Schokoladenpulver, Zwieback und Hafergrütze.
| Muttermilch ist die beste Ernährung für den Säugling, da das
Verhältnis von Nährstoffen zu Wasser den Wachstumsbedürfnissen und
Stoffwechselgegebenheiten des Säuglings ideal angepasst ist, weiters bietet sie
Ihrem Kind in den ersten Lebenswochen den idealen Infektionsschutz. | |||||||||||
| Etwas Geduld, liebevolle Unterstützung und gute Informationen sind die
idealen Bedingungen für einen guten Stillbeginn. Darüber hinaus fördert
Stillen die Mutter-Kind-Bindung und sorgt für eine gesunde geistige und
seelische Entwicklung des Kindes. Sofern möglich sollten Sie Ihr Kind die
ersten 4 - 6 Monate stillen. | |||||||||||
| In den ersten 1 - 3 Tagen nach der Geburt wird die Vormilch (Kolostrum),
welche einen besonders hohen Gehalt an Abwehrstoffen aufweist, gebildet. Etwa
ab dem dritten Tag kommt es zum Milcheinschuss und die so genannte
Übergangsmilch (transitorische Milch) wird gebildet. Bis zur Bildung der
reifen Frauenmilch nach etwa 14 Tagen nehmen Fett- und
Kohlenhydratanteil und damit auch der Energiegehalt der Übergangsmilch zu und
der Proteingehalt ab. Gleichzeitig steigt die durchschnittliche Milchmenge von
anfangs 50 - 100 ml langsam auf rund 500 ml pro Tag an. | |||||||||||
Muttermilch ist einzigartig zusammengesetzt und mit keiner anderen
Milchsorte vergleichbar. Die Zusammensetzung der Milch ist von der
Ernährungsweise der Mutter abhängig (siehe unten). 100 ml liefern rund 69 kcal
und bestehen u. a. aus ca.:
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| Beim 0 - 4 Monate alten Säugling soll die Flüssigkeitszufuhr
(Muttermilch, Tee etc.) bei mindestens 680 ml pro Tag liegen. | |||||||||||
| Dank der Bemühungen um die Verminderung der Umweltbelastungen sind die
früheren Gehalte an Schadstoffen in der Muttermilch in den letzten
Jahren deutlich zurückgegangen. Die Mutter sollte während der Stillzeit darauf
achten, nicht zu sehr abzunehmen, denn durch den Abbau des Fettgewebes können
die dort gesammelten Schadstoffe in größeren Mengen frei werden und in das
mütterliche Blut und anschließend in die Muttermilch gelangen. Dies würde zu
einer unnötigen Erhöhung des Schadstoffgehaltes in der Muttermilch führen. | |||||||||||
Falls nicht gestillt werden kann (z. B. keine Milch, Medikamenteneinahme,
Brustentzündung, Infektionskrankheiten), muss auf industriell gefertigte
Säuglingsmilch zurückgegriffen werden:
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Kuhmilch (auch
Kinderfrischmilch) ist aufgrund Ihrer Zusammensetzung für Babys im
ersten Lebensjahr nicht geeignet.
Die Zubereitungsvorschriften
der Hersteller von Babynahrung sind unbedingt zu beachten.
Das Fläschchen und der Sauger müssen
immer gründlich gereinigt werden.
Achten Sie bewusst auf viel Nähe und
Hautkontakt, wenn Sie Ihr Kind mit der Falsche füttern.
Das Saugloch sollte klein
sein (entspricht dem Saugen an der Brust, ist wichtig für die
Kieferentwicklung und durch die langsame Nahrungsaufnahme kann sich das Kind
auch nicht so leicht verschlucken).
Erwärmen Sie das Fläschchen nie
in der Mikrowelle, da erstens die Erwärmung nicht gleichmäßig erfolgt (Verbrennungsgefahr:
außen ist die Flasche handwarm, doch im inneren der Flasche kann die Milch bis
zu 55°C heiß sein!) und zweitens wertvolle Inhaltsstoffe zerstört werden
können (stellenweise über 55 °C).
Die Ernährung
Eine gesunde, ausgewogene Mischkost ist für Stillende am besten geeignet. Essen Sie 5 - 6 kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt. Als stillende Mutter benötigen Sie, abhängig von der Menge an gebildeter/benötigter Milch, etwa 500 kcal pro Tag mehr als Nichtstillende (dieser Aspekt soll Sie aber nicht dazu verleiten gleich für zwei zu essen!).
Die Gesamtfettzufuhr sollte nicht mehr als 30 - 35 % betragen. 1/3 des
Fettes soll aus tierischen Quellen (z. B. Fleisch, Wurst und Wurstwaren,
Streichfett) stammen. Gekochter oder gebratener Fisch sollte 1 - 2x/Woche auf
dem Speiseplan stehen. Die restlichen 2/3 sollten Sie durch pflanzliche
Lebensmittel (z. B. Maiskeim-, Sonnenblumen-, Distelöl) aufnehmen.
Meiden Sie schwer verdauliche (fette)
Speisen und überhitzte Fette. Essen Sie keinen rohen Fisch, rohes Fleisch oder
rohes Ei!
Stillende benötigen ungefähr 15 g mehr Eiweiß pro Tag (Erwachsene ca.
0,8g/kg Körpergewicht). Dieser Zusatzbedarf kann z. B. durch 100 g mageres
Fleisch, 3 Blatt mageren Käse oder einem halben Liter Magermilch gedeckt werden.
Kohlenhydrate sollten den Hauptanteil (mind. 50 %) der täglichen
Nahrung ausmachen. Zu bevorzugen sind Nahrungsmittel, die zusätzlich
Ballaststoffe liefern (z. B. sämtliche Vollkornprodukte, Kartoffeln). Hingegen
sollten Zucker, Kuchen, Süßigkeiten und Süßspeisen nur in geringen Mengen
gegessen werden.
Aufgrund der Milchbildung ist der Flüssigkeitsbedarf der Stillenden
erhöht. Mindestens 2 - 3 Liter in Form von Mineralwasser (ohne/wenig
Kohlensäure), Kräuter- oder Früchtetee sollten pro Tag konsumiert werden.
Essen Sie mindestens 5 - 7 mal pro Tag frisches Obst und Gemüse bzw. daraus
frisch gepresste Säfte um den Säugling mit ausreichend Mineralstoffen,
Spurenelementen und Vitaminen zu versorgen (Vorsicht Fruchtsäfte
können beim Baby Durchfall verursachen!).
Der erhöhte Bedarf an den Vitaminen A, E, B1, B2, B6, C, D und Folsäure kann z.
B. durch Getreidekeime bzw. -flocken, Vollkornprodukte, Sonnenblumen- oder
Weizenkeimöl, Karotten, Sauerkraut, Paprika, Obst und Fisch gedeckt werden.
Täglich Milch- und Milchprodukte, Obst und Gemüse sowie 1- 2x pro Woche
Kaltwasserfische (Thunfisch, Hering, Makrele, Lachs - nicht roh!) sind ideal
geeignet den erhöhten Bedarf an Kalzium, Phosphor Magnesium, Jod und Zink zu
decken.
Im Bedarfsfall stehen Ihnen in der Apotheke - speziell auf Schwangere und
Stillende abgestimmte - Multivitaminpräparate zur Verfügung!
Zutaten für 4 Personen:
| 4 kleine Zucchini (400 g) | |
| 1½ - 2 Gemüsesuppenwürfel | |
| 1 Liter Wasser | |
| 2 EL Sauerrahm |
Zubereitung:
| Zucchini waschen, in ca. 3 cm dicke Scheiben schneiden und anschließend 5
- 10 Minuten kochen (nicht zu weich). | |
| Die fertig gekochten Zucchini in einen Standmixer geben. Im Kochwasser
(ca. 1 Liter) 1 ½ - 2 Gemüsesuppenwürfel auflösen. Nun wird nach und nach die
Flüssigkeit und die 2 EL Sauerrahm zu den Zucchinis gegeben - dazwischen immer
wieder mixen (natürlich können sie auch einen Pürierstab benutzen und die
Suppe im Kochtopf mixen). | |
| Abschließend die Suppe wieder in den Topf zurückgeben, kurz aufkochen
lassen und servieren. | |
| Die Suppe können Sie mit kleinen Zucchinistückchen, mit einem Klecks
Sauerrahm Vollkornbrot- oder Vollkorntoastwürfel garnieren. |
Pro Portion ca.: 102 kcal; 4,5 g Eiweiß; 4,1 g Fett; 6,3 g Kohlenhydrate
Weitere Tipps für die stillende Mutter
Bestimmte Fruchtsäuren (Zitrusfrüchte, Tomaten, Erdbeeren) können gelegentlich Hautirritationen und Allergien beim Säugling hervorrufen.
Da Gemüsesorten wie Kohl, Bohnen, Lauch, Zwiebel oder Knoblauch bei Mutter und Kind Blähungen hervorrufen können, sollten diese gemieden werden.
Scharfe Gewürze (Cayennepfeffer, Knoblauch, Paprika, Curry) sollten sparsam verwendet werden, da es zu Hautirritationen beim Säugling kommen kann.
Spargel, Zwiebel, Knoblauch, Rhabarber und Melone können den Geschmack der Muttermilch beeinflussen, was zur Folge haben kann, dass Ihr Kind weniger trinkt.
Verzichten Sie auf sehr kalte bzw. heiße Getränke oder Speisen.
Von Alkohol- und Nikotinkonsum während der Stillperiode ist dringend abzuraten.
Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola oder Energy-Drinks können Bauchschmerzen beim Kind hervorrufen.
Medikamente sollten nur nach Absprache mit Ihrem Arzt eingenommen werden.
Das Kind sollte, um in den Genuss der Vormilch (siehe vorne) zu kommen, gleich nach der Geburt an die Brust gelegt werden. Bei der Mutter sorgt die Reizung der Brust dafür, dass der Milchfluss in Gang kommt.
Stillen Sie Ihr Kind dann, wenn es gestillt werden will und nehmen Sie Abschied von der Regel des 4-Stunden-Rhythmus.
Ihr Kind ist ausreichend ernährt, wenn es im ersten halben Jahr ca. 150 -
200 g pro Woche zunimmt.
Die Brustwarzen werden durch das Stillen stark beansprucht. Um einer
trockenen, gesprungenen Haut vorzubeugen soll nach dem Stillen etwas Muttermilch
auf der Brustwarze eintrocknen. Das Einmassieren der Brustwarzen mit Mandel-
oder Weizenkeimöl beispielsweise stellt eine Alternative dar, zu häufiges
Einölen macht aber die Warzen weich. Für die Reinigung reicht Wasser aus -
Seifen und Duschgels können die Haut austrocknen. Wenden Sie sich bei
spezifischen Fragen/Problemen an Ihren Arzt, Apotheker, Hebamme oder
Mutterberatungsstelle.
Bei Brustentzündung (Rötung und Schwellung der Brustwarze oder des
Milchdrüsengewebes) kann weitergestillt werden, solange die Brust nicht
vereitert ist. Umschläge mit Topfen (wählen Sie aufgrund der besseren Konsistenz
eine hohe Fettstufe) bzw. essigsaurer Tonerde können Linderung verschaffen.
Tragen Sie eine entzündungshemmende Brustwarzensalbe auf. Verwenden Sie zur
Schonung der Brustwarze beim Stillen Brusthütchen. Alle entsprechenden Produkte
sowie wertvolle Tipps erhalten Sie in der Apotheke.
Wenn nicht binnen 24 Stunden eine Linderung eintritt sollten Sie einen Arzt
konsultieren. Werden Ihnen im Zuge der Behandlung Antibiotika verschrieben, darf
nicht mehr gestillt werden.
Stilltees, welche in Ihrer Apotheke erhältlich sind, helfen die
Milchmenge zu erhöhen.
Bei zuviel Milch helfen z. B. das Trinken von Salbeitee, kalte Wickel
nach dem Stillen, häufiges Stillen. Ein Abpumpen hingegen erhöht die produzierte
Milchmenge.
Abgepumpte Milch kann maximal 2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Ist eine längere Lagerung erforderlich muss sie bei mindestens minus 18°C
tiefgekühlt werden (max. 3 Monate lagerfähig). Die tiefgefrorene Milch kann im
Kühlschrank (Dauer ca. 24 h), bei Raumtemperatur, unter fließend warmen Wasser
oder in einem 37°C warmen Wasserbad aufgetaut werden. Die Mikrowelle ist
dafür nicht geeignet.
Setzen Sie sich schon während der Schwangerschaft (z. B. mittels Fachbuch
oder -vortrag) mit dem Stillen auseinander. Bei Stillproblemen können Sie
sich an diverse Beratungsstellen (z. B. Mutterberatungsstellen / Stillgruppen)
und (freiberufliche) Hebammen wenden.
Der Grund einer so genannten Dreimonatskolik liegt zumeist in der
Ernährung der Mutter begründet (z. B. stark blähende Lebensmittel, Milch, Eier
und Fisch).
Nehmen Sie keine Medikamente während der Stillperiode ohne vorherige
Absprache mit Ihrem Arzt ein!
Stillen bietet keinen ausreichenden Schutz vor erneuter Schwangerschaft. Da die Pille in dieser Zeit als Verhütungsmittel ausscheidet sollten Sie Ihren Frauenarzt zu Rate ziehen.
Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen gewährleisten gesundheitliche Vorsorge
(Früherkennung und rechtzeitige Behandlung von Krankheiten) für Schwangere und
Kleinkinder. Nutzen Sie dieses kostenlose Angebot Ihrem Kind zuliebe!
Wissenschaftliche Studien belegen, dass sich das Brustkrebsrisiko
verringert, je länger eine Mutter Ihre Kinder insgesamt stillt.
Nach 4 Monaten (bzw. bei mit ausschließlich Muttermilch gut gedeihenden
Säuglingen nach 6 Monaten), reicht der Energie- und Nährstoffgehalt der
Muttermilch und der Säuglingsmilchnahrung für das schnelle Wachstum des
Säuglings nicht mehr aus. In den ersten 4 Monaten beherrschte das Kind nur Saug-
und Schluckbewegungen, doch nun ist es in der Lage problemlos mit dem Löffel zu
essen.
Bei erhöhtem Allergierisiko, wenn z.B. die Eltern an einer Allergie
leiden, sollte frühestens nach dem 6. Monat die erste Beikost gefüttert werden.
Die Flüssigkeitszufuhr sollte ab dem 4. Monat mindestens 1 Liter pro Tag
betragen (z. B. ungesüßte Tees sowie 100%ige mit Wasser (ohne Kohlensäure)
verdünnte (1:1) Obst- und Gemüsesäfte).
Die im Handel erhältlichen Fertignahrungen sind kontrolliert, hygienisch
einwandfrei und weisen niedrige Nitratgehalte auf. Bei selbstgemachten Breien
ist u. a. auch auf die Hygiene, einwandfreie und frische Lebensmittel sowie auf
die schonende Zubereitung zu achten. Nachfolgend ein paar Rezepte für Sie zum
Nachkochen:
Im 5. Monat wird erstmals eine Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit (Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei) ersetzt:
| 20 - 35 g püriertes Fleisch und | |
| 90 - 100 g Gemüse (Karotten, Brokkoli, Fenchel) sowie | |
| 40 - 60 g Kartoffeln in wenig Wasser (ohne Salz) weich kochen. | |
| Mit 30 ml frisch gepressten Orangensaft pürieren und 1 EL Öl (z. B. Maiskeim, Sonnenblumen) unterrühren. |
Im 6. Monat wird eine weitere Milchmahlzeit durch einen Vollmilch-Getreide-Brei (etwa 200 - 250 g) ersetzt:
| 200 ml Vollmilch (3,6 % Fett, auch H-Milch ist geeignet) werden mit | |
| 20 g Getreideflocken, Schmelzflocken oder (Vollkorn)Grieß aufgekocht. | |
| Lassen Sie das Getreide aufquellen und rühren Sie unter den festen Brei
20 ml Obstsaft oder 20 g Obstpüree (wenn möglich frisch zubereitet). |
Im 7. Monat wird wieder eine weitere Milchmahlzeit durch einen
milchfreien Getreide-Obst-Brei (200 - 250 g) ersetzt:
| 20 g Getreideflocken, Schmelzflocken oder Grieß werden mit | |
| 100 g Obstpüree (aus Apfel, Pfirsich, Banane oder Birne) und | |
| 1 EL Öl oder 5 g Butter verrührt. |
Im 8. Monat beginnt die "Juniorkost". Die Kinder können nun schon größere Mengen essen und die Menüs enthalten nun schon bis zu 7 Hauptzutaten. Der Brei kann schon etwas gröber werden und weichgekochte Stücke enthalten. Dadurch wird das Kauen bzw. Zerdrücken der Nahrung am Gaumen erlernt. Sind schon Zähne vorhanden, so kann eine Brotrinde gegeben werden.
Im 9. Monat stehen frisches Obst und Gemüse bzw. entsprechende Säfte zusätzlich auf dem Speiseplan. Das Kind testet selbst, ob das Obst und Gemüse schmeckt. Bei Fruchtsäften ist auf einen niedrigen Zuckergehalt zu achten!
Zirka um den 10. Monat herum hat das Kind meist so viele Zähne, dass es
in der Lage ist, festere Nahrung zu kauen. Die Milch- und Breimahlzeiten des 5.
- 9. Monats gehen in 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten der Familienkost
über. Das Kind kann nun auch beginnen Vollmilch (3,6%) aus der Tasse zu trinken
und Brot zu essen.
Der Gemüse-Kartoffel-Brei wird nicht mehr püriert, sondern mit der Gabel
zerdrückt. Der Vollmilch-Getreide-Brei wird schon langsam durch ein Abendessen,
bestehend aus Brot, Milch und Obst ersetzt. Der milchfreie Getreide-Obst-Brei
geht nach und nach in 2 Zwischenmahlzeiten über, welche aus Brot oder
Getreideflocken und Obst, Obstsaft
Wenn Eltern oder Geschwister an einer
Allergie leiden besteht beim Kind ein erhöhtes Allergierisiko:
| In diesem Fall bietet das Stillen bis zum 6. Monat einen idealen Schutz. | |
| Beginnen Sie erst gegen Ende des 6 Monats mit der Beikost. | |
| Vermeiden Sie im 1. Lebensjahr Milch, Sojaeiweiß, Ei, Fisch, Zitrusfrüchte, Nüsse, Weizen (auch kein Brot und Gebäck) sowie Erdnussprodukte. | |
| Sollten Sie Ihr Kind nicht stillen können, verwenden Sie hypoallergene (HA) Säuglingsnahrung. |
Brot ist in diesem Alter die
wichtigste feste Nahrung für das Kind (Vorsicht bei Allergierisiko!). Durch das
Kauen wird die Verdauung positiv beeinflusst. Brotrinde zum Kauen ist süßen
Biskotten, Keksen und dergleichen vorzuziehen.
Obstsaft, Gemüserohkost,
Getreideflocken mit geriebenem Apfel können beispielsweise als kleine
Zwischenmahlzeit dienen.
Wir wünschen viel Freude mit Ihrem Nachwuchs!!!